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Glossar

30 Begriffe rund um SEO, KI-Suche und die StarkRank-Methodologie. Verlinkt für Kontext, kuratiert ohne Marketing-Schwafel — jede Definition mit Quelle, wo eine externe Autorität existiert.

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Methodologie

5-Element-Methodologie der Inhaltsoptimierung #

Die 5-Element-Methodologie der Inhaltsoptimierung ist der StarkRank-Bauplan, mit dem Inhalte gleichzeitig in klassischer Google-Suche, generativer KI-Suche und LLM-Zitaten sichtbar werden. Fünf Elemente, die als Checkliste pro Seite gelten:

  1. Capsule — zitierbarer Antwortblock am Beginn jedes Inhalts.
  2. Entitätsverankerter Linkaufbau — externe Links mit Entitätsbindung statt Generic-Anchor.
  3. Anti-AI Writing — Schreibstil, der Detektoren und LLM-Filter passiert.
  4. Entity Anchor — explizite Bindung an benannte Entitäten in Schema und Text.
  5. Query Fan-Out — Abdeckung verwandter Unterfragen pro Seite.

Die Reihenfolge ist nicht zufällig: Capsule liefert den zitierbaren Kern, der Rest schützt und erweitert ihn. Vollständigkeit aller fünf Elemente schlägt punktuelle Optimierung einzelner.

Verwandt: Capsule (Begriffskapsel) · Entitätsverankerter Linkaufbau (IG) · Anti-AI Writing (Anti-KI-Schreibstil) · Entity Anchor (Entitätsanker) · Query Fan-Out (Anfragenfächerung)

AISO Score #

Der AISO Score (AI Search Optimization Score) ist eine StarkRank-eigene 6-Dimensionen-Diagnostik von 0 bis 100, die misst, wie gut eine Website für KI-Antwortmaschinen wie ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews und Microsoft Copilot zitierbar ist.

Die sechs Dimensionen:

  • Crawlability (0–20) — können AI-Crawler wie GPTBot, ClaudeBot und PerplexityBot die Site überhaupt erreichen, oder blockiert eine WAF-Default-Regel den Zugriff?
  • Structure (0–20) — Schema-Knotengraph mit Entity-Verlinkung, hreflang, kanonische URLs, BreadcrumbList
  • Authority (0–15) — externe Erwähnungen, Wikipedia/Wikidata-Anker, Branchen-Citations
  • Citability (0–20) — Capsule-Format der Antworten, Quellen-Tiefe, Stat-Genauigkeit
  • Freshness (0–10) — dateModified-Konsistenz, aktive Content-Pflege, keine Stale-Inhalte
  • Measurability (0–15) — saubere GSC-/Bing-Webmaster-Tools-Anbindung, AI-Citation-Tracking

Tier-Schema: 0–30 «Kritisch», 31–55 «Schwach», 56–75 «Solide», 76–100 «Stark». Ein Score unter 30 bei einer Schweizer Facharzt-Praxis ist die Norm, nicht die Ausnahme — Yoast-Default-Schema und blockierte AI-Crawler treffen die Mehrheit auditierter Praxen.

Quartalsweises Re-Scoring im Mandat verankert die Diagnostik als laufende Messung statt als einmalige Erhebung.

Verwandt: KI-Suche · Generative Suche · 5-Element-Methodologie der Inhaltsoptimierung

Quelle: StarkRank — AISO-Check

Anti-AI Writing (Anti-KI-Schreibstil) #

Anti-AI Writing ist Element 3 der 5-Element-Methodologie: Schreibstil, der gleichzeitig drei Prüfungen passiert — KI-Detektoren (GPTZero, Originality.ai), LLM-interne Filter beim Aufnehmen als Antwortquelle und menschliche Leser, die Text auf "klingt nach KI" abscannen.

Marker, die wir vermeiden: stereotype Übergangsformeln ("In der heutigen schnelllebigen Welt"), generische Aufzählungen ohne Konkretisierung, Listen-Einleitungen mit Promise-Hooks ("Hier sind 5 Wege …"), abstrakte Adjektiv-Stapel statt Beleg.

Marker, die wir aktiv setzen: konkrete Zahlen aus Praxis-Quellen, benannte Werkzeuge mit Versionsangabe, Datums-Anker, Erst-Hand-Beobachtungen, geographische Präzision ("Zürich-Altstadt" statt "Deutschschweiz"). Das verstärkt gleichzeitig E-E-A-T-Signale.

Verwandt: 5-Element-Methodologie der Inhaltsoptimierung · LLM (Grosses Sprachmodell) · E-E-A-T

Capsule (Begriffskapsel) #

Eine Capsule ist ein 60- bis 120-Wörter-Antwortblock am Beginn eines Inhalts, der die Hauptfrage in zitierbarer Form beantwortet. Element 1 der 5-Element-Methodologie.

Die Capsule erfüllt drei Funktionen gleichzeitig:

  • LLM-Lift — Generative Suchmaschinen können den Block ohne Reinterpretation als Antwortzitat übernehmen.
  • Featured-Snippet-Tauglichkeit — Google-Layout für Position-Zero-Treffer bei Frage-Anfragen.
  • Lese-Einstieg — Menschliche Leser, die nur die ersten 30 Sekunden scrollen, haben die Antwort.

Die Capsule steht vor jedem Marketing-Vorspann: keine Hook, keine Qualifikation, keine Markenpositionierung im ersten Block. Wer eine Capsule liest, soll die Frage beantwortet haben, bevor das Lesen weitergeht.

Verwandt: 5-Element-Methodologie der Inhaltsoptimierung · Entity Anchor (Entitätsanker) · Query Fan-Out (Anfragenfächerung)

Quelle: Google Search Central — Featured Snippets

Citation-Stufenmodell #

Das Citation-Stufenmodell ist das StarkRank-Vorgehen für lokalen Citation-Aufbau: sechs Stufen vom Google Business Profile bis zu hyper-lokalen Community-Plattformen, in vier Wochen sequenziell aufgebaut, mit messbarem Ranking-Fortschritt pro Stufe.

Die Stufen sind nicht parallel, sondern gestuft: erst sauberes Google Business Profile mit NAP-Konsistenz (Name, Adresse, Telefon), dann Apple Maps und Bing Places, dann nationale Branchenverzeichnisse (z. B. local.ch, search.ch), dann lokale Branchenverzeichnisse, dann sektorspezifische Plattformen, zuletzt Community- und Nachbarschaftsplattformen.

Frühere Stufen sind Voraussetzung für die Wirkung späterer: ein Eintrag in einer hyper-lokalen Plattform ohne NAP-konsistente Basis-Citations bringt kaum Ranking-Hebel — mit konsistenter Basis aber überproportional viel.

Verwandt: Lokale SEO

Entitätsverankerter Linkaufbau (IG) #

Entitätsverankerter Linkaufbau ist Element 2 der 5-Element-Methodologie und ersetzt klassische Anker-Text-Optimierung durch Entitätsbindung: ein Backlink zählt nicht primär über den Anker-Text, sondern über die Entität, mit der die verlinkte Seite und die verlinkende Seite gemeinsam assoziiert werden.

Praktisch heisst das: ein Link von einem Beitrag über "Lokale SEO Zürich" zählt mehr, wenn die verlinkende Domain bereits mit der Entität "Lokale SEO" oder mit "Zürich" assoziiert ist — und weniger, wenn die Domain entitätlich unverwandt ist, selbst bei perfektem Anker-Text.

Anker-Text-Verteilung bleibt relevant, ist aber StarkRank-kalibriert nach 10/25/65 (Marken-/teilweise Match-/generisch) — nicht als Google-Regel, sondern als Risiko-Korridor. Linkaufbau ausserhalb der eigenen Themenautorität wird abgelehnt, auch wenn der Domain-Authority-Wert hoch ist.

Verwandt: 5-Element-Methodologie der Inhaltsoptimierung · Entity Anchor (Entitätsanker) · Backlink · Themenautorität

Quelle: Google Search Central — Spam-Richtlinien

Entity Anchor (Entitätsanker) #

Ein Entity Anchor (Entitätsanker) ist die explizite Bindung eines Inhalts an eine oder mehrere benannte Entitäten — Personen, Organisationen, Orte, Konzepte mit eigenem Wikidata- oder Knowledge-Graph-Eintrag. Element 4 der 5-Element-Methodologie.

Bindung erfolgt zweispurig: einmal im sichtbaren Text durch Erstnennung, Definition und konsistente Nachverwendung des kanonischen Entitäts-Namens, einmal im JSON-LD-Schema über about (zentrale Entitäten der Seite) und mentions (peripher relevante Entitäten).

Wirkung: Suchmaschinen ordnen den Inhalt nicht über Keywords zu, sondern über Entitäts-Cluster. Das macht den Inhalt widerstandsfähig gegen Synonym-Drift, mehrsprachig auffindbar und für KI-Antwortgenerierung sauber zitierbar.

Verwandt: 5-Element-Methodologie der Inhaltsoptimierung · Strukturierte Daten / schema.org · Themenautorität

Quelle: schema.org — Thing

Query Fan-Out (Anfragenfächerung) #

Query Fan-Out (Anfragenfächerung) ist Element 5 der 5-Element-Methodologie: pro Inhalt werden alle erwartbaren Folge- und Nebenfragen abgedeckt, die ein Nutzer zur Hauptanfrage stellen würde — nicht nur die Hauptanfrage selbst.

Hintergrund: Generative Suchmaschinen wie Google AI Overviews und ChatGPT Search zerlegen eine Nutzeranfrage intern in mehrere Sub-Anfragen, holen sich pro Sub-Anfrage Quellen und synthetisieren eine Antwort. Inhalte, die nur die Hauptanfrage abdecken, werden nur einmal zitiert; Inhalte, die mehrere Sub-Anfragen abdecken, werden mehrfach in derselben Antwort referenziert.

Praktisch heisst das: jeder StarkRank-Hub-Inhalt enthält 8–15 strukturierte Frage-Antwort-Blöcke (FAQ-Schema + Capsule-Format), die das Sub-Anfragen-Spektrum abdecken statt einer monolithischen Definition.

Verwandt: 5-Element-Methodologie der Inhaltsoptimierung · Suchabsicht · Generative Suche

Quelle: Google Blog — MUM (Multitask Unified Model)

Salience-Score #

Der Salience-Score ist eine Zahl zwischen 0 und 1, die die Google Cloud Natural Language API jedem in einem Text erkannten Entitäts-Vorkommen zuweist — sie misst, wie zentral die Entität für den Text als Ganzes ist.

Bei StarkRank dient der Salience-Score als Qualitäts-Gate für Inhaltsoptimierung: pro Seite werden 1–3 Ziel-Entitäten ausgewählt (Marken-Entität, Service-Entität, ggf. Geo-Entität), und der gemessene Salience-Wert post-Veröffentlichung wird gegen einen Mindestbar geprüft. Bandbreite: ≥ 0,30 stark, 0,18–0,30 brauchbar, < 0,18 schwach.

Der Score ist kein Ranking-Faktor — Google nutzt ihn intern in der NLP-Pipeline, der direkte Suchmaschinen-Effekt ist Korrelations-, nicht Kausalsignal. Wir nutzen ihn als verifizierbaren Zwischenmesswert für entitätszentriertes Schreiben.

Verwandt: Entity Anchor (Entitätsanker) · 5-Element-Methodologie der Inhaltsoptimierung

Quelle: Google Cloud — Natural Language API: Analyzing Entities

SEO-Grundlagen

Core Web Vitals #

Core Web Vitals (CWV) sind drei Geschwindigkeits- und Interaktivitäts-Metriken, die Google als Page-Experience-Signale zur Bewertung der Nutzererfahrung heranzieht:

  • Largest Contentful Paint (LCP) — Zeit bis das grösste sichtbare Element gerendert ist (Ziel: ≤ 2,5 s)
  • Interaction to Next Paint (INP) — Reaktionszeit auf die langsamste Nutzer-Interaktion (Ziel: ≤ 200 ms)
  • Cumulative Layout Shift (CLS) — visuelle Stabilität, kumulierter Layout-Verschiebungs-Score (Ziel: ≤ 0,1)

Die Metriken werden aus echten Nutzerdaten erhoben (Chrome User Experience Report) und in der Google Search Console pro Seite ausgewiesen. Sie sind ein schwacher direkter Ranking-Faktor, aber ein starker Konversions- und Absprungrate-Faktor — was indirekt auf Engagement-Signale und damit Ranking zurückwirkt.

Verwandt: Onpage SEO

Quelle: web.dev — Web Vitals

Crawling #

Crawling ist der erste Schritt der Suchmaschinen-Verarbeitung: ein automatisierter Bot (Crawler) folgt Links von Seite zu Seite, lädt den HTML-Inhalt herunter und übergibt ihn an die Indexierungs-Pipeline. Googles primärer Crawler ist der Googlebot in mehreren Varianten (Smartphone, Desktop, Image, News).

Crawling ist nicht garantiert. Crawler-Budget pro Domain ist endlich und wird priorisiert nach Domain-Autorität, Aktualisierungs-Frequenz und Server-Performance. Grosse Sites mit vielen Low-Value-URLs verbrennen Crawl-Budget, das auf wichtigeren Seiten fehlen kann.

Steuerung: robots.txt (Erlaubnis pro User-Agent), Sitemap (XML-Liste der wichtigen URLs), noindex-Meta-Tag (Seite vom Index ausschliessen ohne Crawl-Sperre), Crawler-Statistiken in der Google Search Console.

Verwandt: Onpage SEO · Interne Verlinkung

Quelle: Google Search Central — Übersicht der Google-Crawler

E-E-A-T #

E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness (Erfahrung, Expertise, Autorität, Vertrauenswürdigkeit) — Googles Qualitätsbewertungsrahmen für Inhalte, codifiziert in den Search Quality Rater Guidelines. Trustworthiness ist die zentrale Achse; die anderen drei stützen sie.

Das vorangestellte zweite "E" — Experience — wurde 2022 ergänzt, um Inhalten Gewicht zu geben, die aus eigener Praxis statt aus Sekundärrecherche stammen. Besonders relevant für YMYL-Inhalte (Your Money or Your Life): Finanzen, Gesundheit, Recht.

E-E-A-T ist kein direkter Ranking-Faktor — Google misst es indirekt über Signale wie Autoren-Bezüge, redaktionelle Tiefe, Erst-Hand-Belege und externe Reputation der zitierten Person oder Marke.

Verwandt: Themenautorität · Entity Anchor (Entitätsanker)

Quelle: Google Search Quality Rater Guidelines

Interne Verlinkung #

Interne Verlinkung ist die strukturierte Verbindung von Seiten innerhalb derselben Domain — durch Anker-Text-Links im Inhalt, Navigations-Menüs, Footer und thematische Querverweise.

Drei Funktionen: Crawl-Effizienz (Suchmaschinen finden alle wichtigen Seiten und werten Verlinkungs-Tiefe als Wichtigkeits-Signal), PageRank-Verteilung (Link Equity fliesst entlang interner Links und sammelt sich auf häufig verlinkten Seiten), Themen-Cluster (Pillar-Hub mit Spoke-Inhalten, die untereinander verlinken, signalisiert Themenautorität).

Praktische Hebel: jede Seite, die ranken soll, mindestens drei beschreibende Eingangs-Links aus thematisch verwandten Inhalten; keine Orphan Pages (Seiten ohne interne Eingangs-Links); Anker-Texte deskriptiv statt "hier klicken".

Verwandt: Themenautorität · Onpage SEO

Quelle: Google Search Central — Crawlable Links

Lokale SEO #

Lokale SEO ist der Teilbereich der Suchmaschinenoptimierung, der auf Suchanfragen mit lokalem Bezug abzielt — entweder explizit ("zahnarzt zürich") oder implizit über Standort-Signale des Nutzers ("zahnarzt in der nähe").

Drei Bausteine tragen lokale Sichtbarkeit: das Google Business Profile (zentrales Lokal-Verzeichnis-Asset, Voraussetzung für Map-Pack-Einblendungen), lokale Citations mit konsistentem NAP (Name, Adresse, Telefon) über Branchenverzeichnisse hinweg, und on-site lokale Signale (Stadt im Title, lokale Schema-Markups, Standort-Inhalte mit echtem Mehrwert).

Eigenheit: Map-Pack-Plätze (die drei Lokal-Karten oben in der SERP) und klassische Web-Plätze sind separate Ranking-Pools. Eine Domain kann auf Web-Position 1 ranken und im Map-Pack fehlen — und umgekehrt.

Verwandt: Citation-Stufenmodell · Backlink

Quelle: Wikipedia (DE) — Lokale Suchmaschinenoptimierung

Offpage SEO #

Offpage SEO umfasst alle SEO-Massnahmen, die ausserhalb der eigenen Webseite erfolgen — primär Backlinks von Drittseiten, aber auch Marken-Erwähnungen ohne Link, Bewertungen auf Plattformen, soziale Signale und PR-bedingte Reichweite.

Backlinks sind weiterhin das wichtigste Offpage-Signal. Suchmaschinen werten Quantität, Qualität (Autorität der verweisenden Domain), Themen-Relevanz und Anker-Text-Diversität aus. Manipulative Linkbau-Praktiken — gekaufte Links, PBNs, Anker-Text-Stuffing — werden mit Penalisierung oder algorithmischer Entwertung sanktioniert.

Offpage-Aufbau ist langsamer und weniger kontrollierbar als Onpage-Arbeit, hat aber in kompetitiven Bereichen den höheren Hebel.

Verwandt: Onpage SEO · Backlink · Entitätsverankerter Linkaufbau (IG)

Quelle: Wikipedia (DE) — Suchmaschinenoptimierung

Onpage SEO #

Onpage SEO umfasst alle Optimierungen, die direkt auf der eigenen Webseite erfolgen — im Gegensatz zu Offpage SEO (externe Signale wie Backlinks).

Klassische Onpage-Hebel: HTML-Title und Meta-Description, Heading-Hierarchie (H1–H3), interne Verlinkung, Bildoptimierung mit Alt-Text, strukturierte Daten (schema.org-JSON-LD), Mobile-Tauglichkeit, Ladegeschwindigkeit (Core Web Vitals) und Inhaltsqualität (Tiefe, Aktualität, E-E-A-T-Signale).

Onpage SEO ist die kontrollierbare Hälfte der SEO-Arbeit — alles, was ohne Drittparteien erreichbar ist. Sie ist Voraussetzung, aber nicht hinreichend für Spitzenplätze in kompetitiven SERPs; ohne Offpage-Signale bleibt selbst perfekte Onpage-Optimierung in Mittelfeld-Reichweite.

Verwandt: Offpage SEO · Interne Verlinkung · Core Web Vitals

Quelle: Google Search Central — SEO Starter Guide

Schema.org #

Schema.org ist ein gemeinsam von Google, Microsoft, Yahoo und Yandex gepflegtes Vokabular zur Auszeichnung strukturierter Daten auf Webseiten. Es definiert Typen (zum Beispiel Service, Dentist, Person, MedicalOrganization) und deren Eigenschaften, damit Suchmaschinen und KI-Antwortmaschinen den Inhalt einer Seite eindeutig interpretieren können.

Die heute praktisch eingesetzte Schreibweise ist JSON-LD im <head> der Seite — empfohlen von Google, einfacher zu pflegen als Microdata oder RDFa. Mehrere Schema-Knoten werden über @id-Verweise zu einem Knotengraphen verbunden (zum Beispiel Service mit provider: Organization, audience: Audience, mentions: Legislation).

Für Schweizer Facharzt- und Zahnarztpraxen ist die Schema-Schicht oft die grösste ungenutzte SEO-Fläche: Yoast-Default liefert nur WebPage + BreadcrumbList + WebSite + Organization, kein Dentist, kein Person für Behandler, kein Service für Behandlungen. Ohne diese Knoten sind Praxen für KI-Antwortmaschinen strukturell unsichtbar — egal wie gut der Content ist.

Schema-Content-Parität ist Pflicht: Was im JSON-LD steht, muss wortgleich oder semantisch identisch im gerenderten HTML auffindbar sein. Andernfalls droht eine manual action durch Google.

Verwandt: Entity Anchor (Entitätsanker) · E-E-A-T

Quelle: Schema.org — Vokabular · Google — Strukturierte Daten in der Suche

Strukturierte Daten / schema.org #

Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Annotationen, die Suchmaschinen den semantischen Kontext eines Inhalts mitteilen — was eine Seite ist (z. B. Service, Organisation, Artikel, Rezept), welche Entitäten sie behandelt (about, mentions), wer der Autor ist, wann sie veröffentlicht wurde.

Industriestandard ist schema.org, ein Vokabular gemeinsam betrieben von Google, Microsoft, Yahoo und Yandex. Implementiert wird das Vokabular im JSON-LD-Format (von Google empfohlen), als Microdata oder RDFa.

Effekt: Suchmaschinen können die Seite präziser kategorisieren (besseres Ranking für die richtigen Suchabsichten), bestimmte Schema-Typen aktivieren Rich-Snippet-Darstellungen in der SERP (FAQ, Bewertungen, Veranstaltungen, Rezepte), und LLM-basierte Suchmaschinen nutzen Schema-Annotationen für Entity-Resolution.

Verwandt: Entity Anchor (Entitätsanker) · Onpage SEO

Quelle: schema.org · Google Search Central — Introduction to Structured Data

Suchabsicht #

Die Suchabsicht (Search Intent) ist das Ziel hinter einer Nutzer-Suchanfrage — was die Person mit dem Ergebnis tun will, jenseits der reinen Keywords. Kategorisiert wird üblicherweise in vier Typen:

  • Informational — Antwort auf eine Frage suchen ("was ist e-e-a-t")
  • Navigational — eine bestimmte Marke oder URL ansteuern ("starkrank kontakt")
  • Commercial Investigation — Anbieter oder Produkte vergleichen ("seo agentur zürich")
  • Transactional — direkt kaufen oder buchen ("seo audit buchen")

Suchmaschinen werten die Suchabsicht aus dem Suchwort, dem aktuellen SERP-Layout und dem Klickverhalten ab. Inhalte, die zur Absicht des Suchwortes nicht passen — etwa eine Verkaufsseite für ein informationales Suchwort — ranken systematisch schwächer, unabhängig von SEO-Hygiene.

Verwandt: Query Fan-Out (Anfragenfächerung) · Themenautorität

Quelle: Wikipedia (EN) — Search intent / User intent

Themenautorität #

Themenautorität (Topical Authority) bezeichnet die wahrgenommene Kompetenz einer Domain auf einem klar abgegrenzten Themenfeld — gemessen indirekt über Tiefe, Vollständigkeit und Verknüpfung der Inhalte sowie Erwähnungen und Verlinkungen aus dem zugehörigen Themen-Cluster.

Anders als der pauschale "Domain Authority"-Score von Drittanbietern ist Themenautorität themenspezifisch: eine Domain kann hohe Autorität für "Lokale SEO" haben und gleichzeitig keine für "PPC-Ads". Suchmaschinen bewerten Inhalte beim Ranking entlang dieser themen-internen Achse.

Aufbau erfolgt durch Hub-and-Spoke-Architektur (zentraler Pillar-Inhalt + 10–30 Spoke-Inhalten mit interner Verlinkung), konsistente Entitätsbindung über alle Inhalte und externe Reputation aus thematisch verwandten Domains.

Verwandt: E-E-A-T · Entity Anchor (Entitätsanker) · Interne Verlinkung

Quelle: Google Search Central Blog — E-E-A-T-Update (2022)

Recht & Datenschutz

Auftragsbearbeitungsvertrag (AVB) #

Der Auftragsbearbeitungsvertrag (AVB) ist der nach Art. 9 revDSG vorgesehene Vertrag zwischen einer verantwortlichen Person (z. B. einem Unternehmen, das Webseiten-Daten erhebt) und einem Auftragsbearbeiter (z. B. einem Hosting-Anbieter, einem Analytics-Tool, einem CRM-Anbieter), der Personendaten weisungsgebunden für die verantwortliche Person bearbeitet.

Pflichtinhalte: Gegenstand und Dauer der Bearbeitung, Art und Zweck, Datenkategorien und betroffene Personen, Pflichten und Rechte der verantwortlichen Person, Vertraulichkeitsverpflichtung der Mitarbeitenden, technisch-organisatorische Massnahmen (TOM), Beizug von Unter-Auftragsbearbeitern nur mit Genehmigung, Unterstützungspflichten, Löschung oder Rückgabe der Daten am Ende des Auftrags.

Wer Auftragsbearbeitung betreibt, ohne den Vertrag und die Sicherheitsanforderungen nach Art. 9 revDSG einzuhalten, verletzt das revDSG direkt — unabhängig davon, ob die zugrundeliegende Datenbearbeitung selbst rechtmässig wäre. Bussen-relevant gegen verantwortliche natürliche Personen bis 250'000 CHF. Schweizer Unternehmen mit EU-Kunden benötigen zusätzlich einen DSGVO-Art.-28-konformen Vertrag (oft kombiniert in einem Dokument).

Verwandt: revDSG (Revidiertes Datenschutzgesetz) · Datenschutzerklärung

Quelle: revDSG Art. 9 — Auftragsbearbeitung (Fedlex)

Datenschutzerklärung #

Die Datenschutzerklärung ist die nach Art. 19 und 20 revDSG verpflichtende Information, mit der eine Webseite ihre Besucher über die Bearbeitung von Personendaten aufklärt — wer bearbeitet welche Daten zu welchem Zweck auf welcher Rechtsgrundlage, mit welchen Empfängern, in welchen Ländern und mit welchen Aufbewahrungsfristen.

Pflichtinhalte (Art. 19): Identität und Kontaktdaten der verantwortlichen Person, Bearbeitungszwecke, Empfänger oder Empfänger-Kategorien (auch ins Ausland), bei Datenübermittlung in Länder ohne angemessenes Datenschutzniveau die getroffenen Garantien (z. B. Standardvertragsklauseln, Angemessenheitsbeschluss). Hinzu kommen die Rechte der betroffenen Person — Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenherausgabe — sowie das Beschwerderecht beim EDÖB.

Die Datenschutzerklärung muss präzise, transparent, verständlich und leicht zugänglich sein — Praxis: separate Seite, von jeder Seite aus zwei Klicks erreichbar (typischerweise im Footer). Schweizer Unternehmen mit EU-Kunden ergänzen die DSGVO-Pflichtinhalte (Art. 13/14 DSGVO) im selben Dokument.

Verwandt: revDSG (Revidiertes Datenschutzgesetz) · Impressum · Auftragsbearbeitungsvertrag (AVB)

Quelle: revDSG Art. 19/20 — Informationspflicht (Fedlex) · EDÖB — Erläuterungen zur Informationspflicht

Impressum #

Das Impressum ist die Anbieter-Kennzeichnung auf einer kommerziellen Webseite. In der Schweiz besteht — anders als in Deutschland mit dem Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) — keine eigenständige Impressumspflicht. Rechtsgrundlage ist Art. 3 Abs. 1 lit. s UWG (Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb), das für den elektronischen Geschäftsverkehr eine klare Anbieter-Identifikation verlangt.

Übliche Pflichtangaben für eine kommerzielle Schweizer Webseite: Name und Adresse des Anbieters, Vertretungsberechtigte (bei juristischen Personen), Kontaktangaben (E-Mail und ein zweiter Schnellkontakt), Handelsregister-Eintrag mit UID-Nummer, MWST-Nummer (sofern eingetragen), bei reglementierten Berufen die zuständige Aufsichtsbehörde und Berufskammer.

In der Praxis übernehmen Schweizer Webseiten weitgehend die deutsche Impressums-Struktur, auch wenn keine formale Pflicht dazu besteht — sie schafft Vertrauen, ist UWG-konform und bedient gleichzeitig die DDG-Anforderung für Auftritte, die sich auch an deutsche Kundschaft richten. Das Impressum sollte leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein — typischerweise im Footer, mit klar beschriftetem Link.

Verwandt: Datenschutzerklärung · revDSG (Revidiertes Datenschutzgesetz)

Quelle: Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) Art. 3 Abs. 1 lit. s — Fedlex SR 241

revDSG (Revidiertes Datenschutzgesetz) #

Das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) ist das Schweizer Bundesgesetz über den Datenschutz in seiner totalrevidierten Fassung, in Kraft seit 1. September 2023. Es ersetzt das alte DSG von 1992 und gleicht den Schweizer Datenschutzstandard weitgehend an die EU-DSGVO an, ohne identisch zu sein.

Für Webseiten relevant sind insbesondere: Informationspflicht bei Datenbeschaffung (Art. 19/20 — analog Art. 13/14 DSGVO), Auftragsbearbeitung mit Dienstleistern (Art. 9 — analog Art. 28 DSGVO), Auskunftsrecht der betroffenen Person (Art. 25), Verzeichnis der Bearbeitungstätigkeiten (Art. 12), Datenschutz-Folgenabschätzung bei hohem Risiko (Art. 22), Meldepflicht bei Datenschutzverletzung (Art. 24).

Bussen-Modell unterscheidet sich substanziell von der DSGVO: Bussen treffen natürliche Personen (verantwortliche Geschäftsleitungs-Mitglieder), nicht Unternehmen, mit bis zu 250'000 CHF (Art. 60–64 revDSG). Schweizer Unternehmen, die Daten von Personen in der EU bearbeiten, fallen über das Marktortprinzip zusätzlich unter die DSGVO und benötigen häufig eine doppelgleisige Compliance-Umsetzung.

Verwandt: Datenschutzerklärung · Auftragsbearbeitungsvertrag (AVB) · Impressum

Quelle: Fedlex SR 235.1 — Bundesgesetz über den Datenschutz (revDSG) · Eidg. Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB)

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